4. Dezember 2012

Siegfried Koesler, langjähriger Domkapellmeister in Würzburg

CD aus dem Jahr 1991: Platti und Hasse

 

Die Zusammenarbeit zwischen dem Tonstudio Conventus Musicus und der Würzburger Dommusik begann anno 1991. Im Laufe der Jahre sollten musikalische Raritäten, zumeist Ersteinspielungen aus dem Repertoire der Würzburger Dommusik auf CD dokumentiert werden.

Die Würzburger Domsingknaben und das Domorchester eröffneten im Juli 1991 unter Leitung von Domkapellmeister Prof. Siegfried Koesler diese Reihe mit Werken zweier spätbarocker Komponisten. Die Idee zu dieser Aufnahme entsprang aus der reizvollen Überlegung, Werke zweier Komponisten vor- und gegenüberzustellen, die zum annähernd gleichen Zeitpunkt entstanden sind.

Das dreiteilige Dresdner Te Deum von Johann Adolf Hasse überwältigt den Hörer vor allem in den fulminanten Ecksätzen mit hinreißendem Schwung im Klang der Trompeten und Pauken. Eine kostbare Entdeckung sind das Stabat Mater sowie die Missa in A des im berühmten Deckengemälde der Würzburger Residenz von Tiepolo verewigten Hofkomponisten zur Zeit Balthasar Neumanns, Giovanni Benedetto Platti, dessen Oboenkonzert G-Dur die vorliegende Einspielung komplettiert.



Von dieser CD haben wir noch ein kleines Kontingent auf Lager, im Handel ist sie nicht mehr erhältlich. Der Preis beträgt Euro 14,90 zzgl. 2,00 Versandkosten.
Bestellungen erbitten wir per E-Mail.

2. Dezember 2012

Siegfried Koesler ist tot

Der ehemalige Domkapellmeister starb im Alter von 74 Jahren

 

Siegfried Koesler, der langjährige Domkapellmeister am Kiliansdom zu Würzburg, ist am gestrigen 1. Dezember nach langer, schwerer Krankheit im Alter von 74 Jahren gestorben.

Siegfried Koesler, geboren 1937, studierte in Aix-en-Provence, Freiburg und Tübingen und leitete zehn Jahre lang den Knabenchor von Rottweil. Im Jahre 1971 wurde er zum Domkapellmeister nach Würzburg berufen, wo er bis Ende Oktober 2002 die verschiedenen Chöre und das Domorchester leitete. Koesler war Professor an der Hochschule für Musik in Würzburg (Gregorianik, Liturgie und Kirchenmusikgeschichte) und von 1984 - 1992 Präsident - danach Ehrenpräsident - des Internationalen Chorverbandes Pueri Cantores, dessen Chortreffen in Rom, London, Paris, Wien, Salamanca etc. er als Dirigent mitgestaltete.

Viele Jahre gehörte er der künstlerischen Leitung der Chorfestivals in Loreto/Adria und in Lecco/Comer See an und fungierte als Jury-Mitglied der internationalen Chorwettbewerbe in Arezzo, Athen und Nantes. 1986 wurde Siegfried Koesler mit dem Kulturpreis der Stadt Würzburg, 1993 mit dem Europäischen Preis "Cesare d'oro", 1997 mit dem Bundesverdienstkreuz und 1998 mit dem Päpstlichen Gregorius-Orden ausgezeichnet.

Im Jahre 1990 begann die fruchtbare Zusammenarbeit von Conventus Musicus mit der Würzburger Dommusik (Domkapellmeister Siegfried Koesler und Domorganist Paul Damjakob). In den kommenden Wochen werde ich die zahlreichen CDs, DVDs und Konzertaufführungen dokumentieren, die in diesen Jahren entstanden sind.

Das Pontifikalrequiem feiert Bischof Friedhelm Hofmann am Mittwoch, 5. Dezember, um 16.00 Uhr im Kiliansdom. Die Beisetzung findet zuvor am Mittwochmittag um 12.45 Uhr auf dem Hauptfriedhof in Würzburg statt und wird von Weihbischof Ulrich Boom geleitet.

28. Oktober 2012

Herbstliche Tage mit Sonne und Nebel

Impressionen und Stimmungen



Die letzten Tage vor dem ersten heftigen Wintereinbruch verbrachten wir Ende Oktober im Frankenwald und im Fichtelgebirge.



Wir wollten vor den langen Wintermonaten etwas auftanken, was dank der herrlichen und eindrücklichen Stimmungen, die wir erleben durften, auch voll und ganz gelang.



Mit einem Klick auf eines der drei Bilder gelangen Sie zum Fotoalbum. Ein weiterer Klick auf das erste (oder ein anderes) Bild startet die Fotogalerie, die Sie vorwärts und rückwärts durchblättern können. Wir wünschen dabei viel Spaß!

14. Oktober 2012

Karl Richter zum 86. Geburtstag



Karl Richter kam am 15. Oktober 1926 als viertes von fünf Kindern des Pfarrers Dr. Christian Johannes Richter und Clara Hedwig Richter, geb. Facilides, in Plauen im Vogtland zur Welt. Laut Geburtsurkunde erhielt er die Namen Karl Felix Johannes.


Es gibt von Karl Richter nicht viele Filmsequenzen, die ihn live erleben lassen. Er war kein Freund von Studio-Produktionen, weder für die Schallplatte und schon gar nicht für das Fernsehen.



Foto: S. Lauterwasser, 1971

Etliche Filmaufnahmen (ohne Ton) aus den 1950er und 1960er Jahren verdanken wir Heinz Geisel, dem langjährigen Geschäftsführer des Münchener Bach-Chores. Der Vorspann zur Film-Trilogie zeigt Karl Richter auf verschiedenen Konzertreisen.

Wirklich live erleben kann man Karl Richter in Friedrich Müllers Film "Karl Richter und sein Münchener Bach-Chor" aus dem Jahr 1967. Hier drei Ausschnitte aus diesem 45-minütigen Film:

Ausschnitt 1
Ausschnitt 2
Ausschnitt 3

5. Oktober 2012

Der Fränkische Marienweg

Marienwallfahrtsorte und Gnadenstätten in Unterfranken



Ein dichtes Netz von Marienwallfahrtsorten und Gnadenstätten durchzieht das Frankenland. Da finden sich unzählige Madonnen an Hauswänden, Bildstöcke am Weg, Grotten in den Gärten, Kapellen in Feld und Wald. Schlichte Volkskunst und Werke von höchstem künstlerischen Rang erzählen in allen Variationen von der Mutter Jesu, von Vertrauen und Dank, vom christlichen Glauben der Vorfahren. „Herzogin von Franken" wird Maria im Lied besungen.

Der Fränkische Marienweg würdigt diese Originalität und zieht eine Linie von Wander- und Fahrradwegen zwischen 50 Wallfahrtsorten. Wanderer und Wallfahrer, Natur-, Kunst- und Geschichtsfreunde, Einheimische und Gäste sind eingeladen, sich auf den Weg zu machen. Es gilt, die Seele einer Landschaft mit ihrem spirituellen Reichtum zu entdecken.

Am 15. August 2002 wurde der Fränkische Marienweg in der Diözese Würzburg offiziell eröffnet. „Wie weiht man einen Pilgerweg ein?" „Natürlich dadurch, daß man ihn geht!", so hieß es damals. Mehr Menschen als erwartet gingen bereits die erste Strecke - sie führte zum Käppele - mit. Seitdem haben sich viele auf den Weg gemacht und einen oder mehrere Gnadenorte aufgesucht, als einzelne Wanderer, als Gruppe, als große Gemeinschaft, als Dekanat - zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit dem Auto. Viele haben sich vorgenommen, im Lauf der Zeit an allen 50 Wallfahrtsorten und Gnadenstätten einzukehren. Film und Buch möchten neugierig machen und dazu einladen, sich all diese „Perlen" einmal selbst anzuschauen.

Eine Fotogalerie zeigt Kirchen und Gnadenbilder von allen 50 Wallfahrtsorten und Gnadenstätten.
Fotos der Westschleife
Fotos der Ostschleife
Fotos der Nordschleife

Fränkischer Marienweg - Buch



2. Auflage, 156 Seiten, 100 farbige Fotos, 15 . 23, Broschur
ISBN 3-429-02564-8
Bestellnummer CM 3110 - Preis 14,90 zzgl. Versandkosten


Fränkischer Marienweg - DVD



DVDmit  79 Minuten Spielzeit,
ISBN 3-429-02566-4
Bestellnummer: CM 2091 - Preis: 17,90 Euro zzgl. Versandkosten


Informationen und Bestellungen direkt bei Conventus Musicus
über Telefon (09321-9243986) oder per eMail